Lernen Sie Ihren Hund zu verstehen!

Monats-Archive: März 2015

Urlaub

Liebe Hundefreunde

Die Praxis ist vom 30.03.15 bis einschließlich 11.04.15 geschlossen. Ab dem 13.04.2015 sind wir gut erholt wieder für Sie da!

Wir wünschen allen Mensch-Hund-Teams ein schönes Osterfest und freuen uns auf ein Wiedersehen!

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Wenn Hunde zum Psychologen müssen – WDR Lokalzeit Südwestfalen

WDR- Lokalzeit Südwestfalen vom 12.03.2015

WDR- Lokalzeit Südwestfalen vom 12.03.2015

Wer gestern den WDR-Beitrag zum Thema “Wenn Hunde zum Psychologen müssen” verpasst hat, kann ihn für einige Zeit noch in der Mediathek des WDR ansehen.
Vorgestellt wurden zwei Fälle aus meiner Praxis und eine Tierärztin stand als Expertin im Studio für Fragen zum Thema bereit.
Mein herzlichster Dank geht an den Auto des WDR Juan Yanez Mejias, der übrigens auch, durch einen Beitrag vor einigen Jahren, für meinen damaligen Berufswechsel verantwortlich war ;c), desweiteren an Andrea Lübke, Bianca, Mia und Benny Fern – für den Mut ihre eigene Geschichte vor der Kamera zu erzählen. Danke an Dr. Yvonne Mense – von der Tierärztlichen Praxis Dr. Riedel-Kaufhold – für ihre Bereitschaft dem WDR als Expertin, für Fragen zum Thema, zur Verfügung zu stehen. Und vor allem Danke, unseren vierbeinigen Protagonisten Lucy und Theo.
Link zum Video

MAX – der Terror-Krümel

Terror-Krümel Max konnte gar nichts für seine Unruhe Foto: Gabriele Ramseger

Terror-Krümel Max konnte gar nichts für seine Unruhe
Foto: Gabriele Ramseger

Am 03.05.2014 war es soweit!

Max -ein 8 Wochen alter Golden Retriever- ist in unser Zuhause eingezogen.

Wir hatten uns bewusst für eine Welpe entschieden. Unser Ersthund Leo -ein Labrador, 11 Jahre- ist ebenfalls mit 8 Wochen in unsere Familie gekommen und ist einfach nur ein „Traumhund“.

„Naiv“ wie wir waren -das wissen wir heute- haben wir gedacht, mit unserer Hundeerfahrung und dem super Leo ist es ein „leichtes“ Max genauso zu erziehen.

 

 

 

Doch weit gefehlt! Der Traum wurde zum Albtraum!

 

-Max hat stundenlang Leo mit den Zähnen malträtiert (teilweise blutig)

-Max hat tgl. bis zu 20 Stunden gebellt

-Max hat kaum geschlafen

-Max hat alles zerbissen

-Max hat es geschafft, dass menschlicher Besuch bei uns immer weniger wurde

-Max konnte nicht an der Leine gehen und er war vom ersten Tag an der „Buddelkönig“

Buddelkönig Max Foto: Bettina Meisterjahn

Buddelkönig Max
Foto: Bettina Meisterjahn

Also ab zur Hundeschule, hat bei Leo ja auch funktioniert. Voller Euphorie ging es zur 1. Welpenstunde. Schon in der 1. Stunde mussten wir Max ins Auto bringen, weil er ausdauernd bellte und somit den Unterricht störte. Die nächsten Stunden waren nicht viel effektiver. Ein direkter Welpenkontakt fand nicht statt. Es wurde Theorie vermittelt. U.a. Hunde müssen nicht spazieren gehen und brauchen keinen Kontakt zu anderen Hunden. Als dann Max doch mal Kontakt zu einer anderen Welpe aufnehmen durfte, stand er ca. 10 Sek. über diesen Hund. Sofort wurde Max entfernt, wir zur Seite gezogen und uns wurde angeraten Max abzugeben, da er ein Leithund sei und für Leo nicht gut ist.

Nächster Versuch mit einer Hundetrainerin. Das Erstgespräch dauerte eine Stunde. Uns wurde angeraten das Körbchen an eine andere Stelle zu platzieren und den Hund abzugeben, wenn wir mit ihm überfordert wären. Noch sei er jung genug dafür. Auf die versprochene Video-Kamera zum Aufnehmen bestimmter Situationen warten wir heute noch.

Nächster Versuch. Schnupperstunde in einer weiteren Hundeschule. Max und ich standen brav am Rand und schauten den anderen Hunden zu. Wie immer bellte Max. Die Hundetrainerin verzog das Gesicht drehte sich um, griff zur Wasserpistole und Max bekam 2 Ladungen Wasser ins Gesicht gespritzt. Solche Erziehungsmethoden wollten wir nicht!

Unsere Nerven lagen aber mittlerweile ziemlich blank. Jeder Spaziergang war eine Qual. Die Verhaltensweise von Max im Haus hatte sich nicht verbessert.

Unser Wunsch, Hilfestellung für das Verhalten von Max zu bekommen, schien in weite Ferne gerückt zu sein.

Dann kam der Tipp einer Bekannten. Ruf mal Frau Meisterjahn an. Das haben wir dann auch getan. Wir wollten uns und Max noch eine Chance geben.

Mit gemischten Gefühlen sahen wir dem Erstgespräch entgegen. Wieder jemand der uns dazu riet Max abzugeben?

Aber es kam anders. Nach dem Erstgespräch (dauerte wesentlich länger als eine Stunde) wussten wir, Max bleibt bei uns.

Mit der Unterstützung von Frau M. schaffen wir das.

Max als Welpe mit "Obersüßfaktor" Foto: Gabriele Ramseger

Max als Welpe mit “Obersüßfaktor”
Foto: Gabriele Ramseger

Es wurde für Max ein individueller Trainingsplan erstellt, ein Geschirr besorgt, das Futter umgestellt und ein Tierarztbesuch angeraten. Max war tatsächlich krank und wurde entsprechend behandelt. Auch wir „Zweibeiner“ bekamen in den folgenden Übungsstunden unsere Hausaufgaben. Denn inzwischen haben wir begriffen, dass bestimmtes theoretisches Hintergrundwissen notwendig ist, um den Hund zu verstehen und entsprechend mit ihm arbeiten zu können. Über die Körpersprache und über die Motivation eines Hundes wussten wir nicht wirklich viel. Somit haben wir Signale, die Max ausgesendet hat, einfach übersehen.

 

Es war ein langer und mühsamer Weg. Aber mit der unendlichen Geduld und dem Fachwissen von Frau M. hat sie uns in vielen Übungseinheiten zu Hause und im Freilauf gelehrt, auf unseren Hund und seine Signale zu achten.

Wir sind heute in der Lage, bestimmte Situationen erst gar nicht entstehen zu lassen. Unerwünschte Verhaltensweisen zu verhindern und erwünschtes Verhalten zu markern und zu belohnen. Wir sind gelassener und geduldiger im Umgang mit Max geworden. Wir können Hundebegegnungen besser einschätzen, Max aus bestimmten Stresssituationen rausholen bzw. ihn rechtzeitig umlenken. Rückschläge waren und sind immer noch da (werden aber immer weniger!). Dann schalten wir halt einen Gang zurück und fangen wieder von vorne an!

Unsere Spaziergänge heute sind keine Qual mehr. OK, am Buddeln müssen wir noch arbeiten!!

Und die geführten Lern-Spaziergänge sind der Hit. Es ist ein Genuss zu sehen, wie glücklich Max dabei ist. Da sind aber auch so viele tolle Hunde und Zweibeiner.

Uns ist bewusst, dass wir mit Max noch einen langen Lernweg vor uns haben. Wir gehen ihn gerne,

da es sich für diesen Hund einfach lohnt. Wir wissen ja wo wir Unterstützung bekommen!

 

Unser 1. Ziel haben wir für uns erreicht. Einen absolut entspannten Hund zu Hause, keinen Beller mehr, kein aggressives Verhalten mehr gegenüber Leo. Besucher kommen auch wieder, da wir erlernte Entspannungsübungen immer besser einsetzen können. Und schlafen kann er jetzt stundenlang.

 

Und das alles haben wir mit Liebe, Geduld, viel Verständnis für den Hund

und vor allem mit der Arbeitsweise von Frau Meisterjahn hinbekommen.

 

„DANKE“  für die gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit.

Max heute -  geliebt und verstanden

Max heute – geliebt und verstanden

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wir sind froh, dass wir auf den Tipp unserer Bekannten gehört haben

und können Frau Meisterjahn mit guten Gewissen weiterempfehlen.