Praxis für Hundepsychologie-Sundern

Lernen Sie Ihren Hund zu verstehen!

Lucy – ein kleines Bündel Angst

timei-4474Unsere Lucy!

Lucy ist ein Hund aus einer Tötungsstation in Griechenland. Sie ist in der Tötungsstation geboren. Wir haben unsere Lucy im Internet gesehen und wir dachten: “die müssen wir holen, der wollen wir helfen und ihr ein “schönes Zuhause” geben”. Gesagt, getan! So sind wir losgefahren und haben Lucy in Münster in Ihrer Pflegefamilie besucht.

Dort angekommen, fanden wir ein kleines Häufchen Fell. Völlig verängstigt und eingeschüchtert. Ich hätte sie am liebsten sofort mit genommen. Leider musste erst der bürokratische und offizielle Teil erledigt werden und am nächsten Abend haben uns die Leute von der Tierorganisation unsere Lucy dann gebracht.

In dem Glauben “jetzt wird alles gut”, sollte Lucy ihr neues Leben jetzt voll durch starten. Aber leider war alles nicht so einfach wie wir es uns vorgestellt haben.

Lucy ist unser 2ter Hund und wir dachten unser 13 Jahre alter Spencer, den wir als Welpe bekommen haben, wird ihr schon alles zeigen. DAS WAR NICHT SO! Alles war für sie schlimm.

Alle Menschen sind böse….vor allem Männer!

Unter dem Bett hervor kommen und zum pinkeln auf die Wiese – eine absolute Katastrophe! Ich habe 14 Tage versucht ihr zu vermitteln, das man nicht dort sein Geschäft macht, wo man liegt. Ein Spaziergang konnte nicht stattfinden, der Hund hat sich mehr über den Boden “ziehen” lassen als das er mitging. Dabei wollten wir Ihr “nur gut”. Sie hat nie richtig entspannt geschlafen, weil jedes Geräusch ihr Angst gemacht hat. Sie konnte nicht fressen, hat alles in der Wohnung weg getragen aus Angst es könnte ihr jemand weg nehmen oder es könnte nicht reichen.

Besuch konnten wir in der Wohnung nicht empfangen, sie lag dann wie gelähmt stundenlang da…..ohne Entspannung, mit purem Stress. Sie war so voller Angst, wie man es keinem Lebewesen wünschen sollte.

Also dachten wir ……..gut…..dann besuchen wir eine Hundeschule…..wir nahmen ein paar Einzelstunden und gingen 1 mal pro Woche auf den Hundeplatz. Voller Euphorie, mit Lucy das richtige zu tun. Sie sollte Regenschirme umlaufen, es wurde auf Metall geschlagen, so das es laut war, sie sollte Pylonen umkreisen, Sitz lernen….und auf engen Wegen fremden Menschen und Hunden begegnen. Wir sollten sie mit dem Knie weg drücken, wenn sie etwas “nicht” tun sollte. Nach vorne beugen, wenn sie nicht “sitz” macht oder andere Kommandos ausführt….etc. etc.

Kurz und knapp …..und das weiß ich heute……ALLES DER GRÖSSTE QUATSCH bei einem Angsthund!

Genau diese Dinge, haben in keinster Weise zu einer positiven Veränderung geführt. Ganz im Gegenteil, da kann ich froh sein, das Lucy nicht weggelaufen ist, nachdem ich sie, auf Anraten der Trainerin, im Wald von der Leine lassen sollte. Die Hundeschule ist geschlossen. Im Nachhinein unser Glück….Wir sind gerne hingegangen, weil wir dachten, das wir unserem Hund helfen können. Dachten, das wir uns in professionelle Hände begeben hätten, da wir noch nie mit einem so angsterfülltem Hund zu tun hatten.

Das Medium Facebook hat uns mit Bettina Meisterjahn zusammen gebracht. Eigentlich waren wir dort auf der Suche nach einer neuen ‘Hundeschule’.

Ich kann nur sagen DANKE TINA das wir uns kennengelernt haben. DANKE das es dich gibt!

Tina hat uns beigebracht unseren Hund zu verstehen. Auf “seine” Sprache zu achten. Seine Signale zu erkennen und mit diesem Wissen zu arbeiten.

Sie hat uns gelehrt uns so zu verhalten, dass der Hund lernt uns zu vertrauen und wie wir ihm Selbstvertrauen geben können, um ein besseres Leben führen zu können.

Es zählte für Tina nicht, dass der Hund “Sitz” und “bei Fuß” und was weiß ich nicht alles lernen muss. Für sie zählte nur…….wie findet dieses kleine Häufchen Hund den Weg zu den Menschen, bei denen sie jetzt ist, wie kann er einfach Spaß an seinem Leben haben, wie bekomme ich diesen angsterfüllten Hund, wieder in die richtige Bahn….

Bei der ersten Begegnung war Tina glaube ich fast 5 Stunden bei uns. Lucy hat sich nicht getraut, aus dem Esszimmer ins Wohnzimmer zu kommen. Tina hat sich so viel Zeit genommen….und hat uns zugehört…uns in vielen Dingen die Augen geöffnet und schon am ersten Abend zum Nachdenken gebracht. Irgendwann kam Lucy an diesem Abend aus Ihrem Versteck und Tina konnte ihr von weitem ein paar Leckerlies zuwerfen…die sie auch nahm.

Wir beschlossen, wir vertrauen Tina und wollen das sie mit uns und Lucy arbeitet.

Wir haben “Hausaufgaben” von Tina bekommen

-haben einen Film über die Signale des Hundes an gesehen

-und sie hat uns gelehrt, auf unseren Hund zu achten….. Für uns völliges Neuland!!

Beim Spaziergang trafen wir täglich auf viel Unverständnis. ..bis dahin, das uns ein Vogel gezeigt wurde, wenn wir das Erlernte von Tina versucht haben umzusetzen. Die Menschen verstanden nicht das Lucy Zeit brauchte, keine Annäherung vertrug.

Tina hat uns immer wieder ermutigt. Hat uns “Markerwörter” an die Hand gegeben, Entspannungsübungen für den Hund gezeigt…..

Wir haben Videos gedreht, von Situationen beim Training oder bei verschiedenen Begebenheiten zu Hause. Tina hat sie angeschaut und uns jedes Mal sofort an angerufen und analysiert was wir verbessern konnten oder richtig gemacht haben. Sie hat uns beim Futter beraten, welches auch eine große Rolle spielt und wir das gar nicht wussten.

Sie ist zu uns nach Hause gekommen mit Ihren Hunden und hat mit Lucy und natürlich mit uns während des Spaziergangs gearbeitet. Sie hat uns aus so vielen Alltagssituationen raus geholfen……wo wir dachten…..das wird nie und nimmer wieder gut! Sie hat Spaziergange mit anderen Hunden organisiert, auf denen ich Lucy so glücklich gesehen habe, wie noch nie zuvor.

Lucy ist jetzt fast 9 Monate bei uns. Wir haben bis jetzt 4 Trainingsstunden mit Tina absolviert und wir haben einen völlig “neuen” Hund.

  • Sie freut sich jetzt wie ein kleines Kind, wenn sie die Leine klimpern hört.
  • Sie läuft nun hoch erhobenen Hauptes vor uns an der Leine.
  • Leute die zu Besuch kommen, behandelt sie mit Vorsicht….niemand darf sie anfassen, aber mittlerweile guckt die kleine Nase durch die Tür und sie läuft trotz der fremden Leute durchs Haus.
  • Sie findet spielen auf dem Hof super.
  • Und selbst unseren Nachbarn Basti mag sie und lässt sich von ihm mit Leberwurst füttern.
  • Sie hat wieder Freude am Leben und keine angsterfüllten Augen.

Wir sind sicher noch nicht am Ziel, aber wir sind mit Sicherheit – mit Tina – auf dem richtigen Weg.

Ich kann nur hoffen, dass dies hier viele Menschen lesen, den Mut bündeln und die Arbeit auf sich nehmen “ihrem” Hund zu helfen.

-Natürlich kostet es Geld…

-Natürlich kostet es Zeit…..

-Natürlich braucht man viel Geduld…..

Aber vor allem sollte man Tina an seiner Seite haben, die mit Ihrem fachlichen Wissen, aber auch mit viel Herz und Verstand für die Tiere, einem vermittelt, es wird alles wieder richtig……so …..wie es sein sollte und wie man das Beste aus der Situation machen kann….

LEUTE SCHEUT EUCH NICHT HILFE ZU HOLEN !!!

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Wir wünschen allen Hundebesitzern……Viel Glück!! Und gebt euer Tier nicht auf …

Und dir Tina weiterhin viel Erfolg!!! Und bleib so wie du bist….denn genau so….bist du richtig ☺

DANKE!!!!!

Deine Familie Fern

Mit Lucy und Spencer

(Umwelt) Lernen mit Spaß – ein Lern-Spaziergang in Bildern

Frohe Weihnachten

Liebe Freunde, liebe Kunden
schon wieder ist ein Jahr dahin. Mit Euch darin war’s wunderschön! So soll es gerne weitergehen. Ein wenig Ruh und Feierei, der Stress von gestern ist vorbei. So lasst uns alle in uns gehen, bis wir uns endlich wiedersehen!

Die Praxis für Hundepsychologie macht Urlaub bis zum 05.01.2015

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Bis dahin wünsche ich Euch

1. Eine ruhige Zeit mit Eurer Familie und Euren Hunden!
2. Ein wunderschönes, besinnliches Weihnachtsfest!
3. Einen hervorragenden Rutsch ins neue Jahr!
4. Das Ausbleiben von Feiertagsspätfolgen
5. Glück, Gesundheit, Harmonie und Erfolg bei all Euren Vorhaben im Jahr 2015!

Alles Liebe für Euch!
Bettina Meisterjahn

 

28.09.2014 – Komm zurück! Rückruftraining

Rückruftraining mit  Bettina Meisterjahn, am Sonntag, den  28.09.2014

Beginn: 10:00 Uhr, Ende offen

Ort: Pfotenwohl Hundehotel, Alte Heerstraße 10, 59494 Soest-Ostönnen

Preise pro Teilnehmer: 65,00 € mit Hund; 55,00 € ohne Hund – zahlbar vor Ort

Derzeit freie Plätze: 0 mit Hund; 2 ohne Hund

Anmeldung unter: Info@pfotenwohl-hundehotel.de oder info@hundezentrum-hsk.de

 

So freudestrahlend kann auch ihr Hund zu ihnen zurückkommen

So freudestrahlend kann auch ihr Hund zu ihnen zurückkommen

“Der hört für keine 5 Pfennige” – “Je lauter ich rufe desto schneller rennt er” – “wenn er einen anderen Hund sieht kann ich rufen wie ich will”

Sicher haben sie es selbst schon erlebt. Ihr Hund hört an sich ausgezeichnet, nur den Rückruf mag er nicht befolgen? Woran das liegt, was sie damit zu tun haben und wie sie für ihren Hund so attraktiv werden, dass er in Zukunft freudestrahlend auf sie zustürmt, ja sogar von selbst ihre Nähe sucht, lernen sie an diesem Seminartag. In geselliger, kleiner Runde und angenehmer Lernatmosphäre weihen wir sie ein in die Geheimnisse des doppelten Rückrufs.

 

 

 

Informationen zum Veranstaltungsort finden sie unter:  http://www.pfotenwohl-hundehotel.de

 

Wichtig!: Den Hund bitte vor dem Seminar nicht füttern. Eine Ausnahme bilden die Hunde die wegen Medikamentenvergabe gefüttert werden müssen. Hier bitte nur geringe Mengen füttern.

 

Folgendes Material sollten Teilnehmer mit Hund zu unserem Kurs mitbringen

  • 1 Decke oder Liegekissen
  • Brustgeschirr, kurze Leine
  • 1 Schleppleine 5m oder 10 m lang
  • 1 Pfeife
  • 1 Clicker (wer keinen Clicker nutzen möchte erlernt bei uns den Aufbau einer Alternative)
  • Lieblingspielzeuge ihres Hundes, je beliebter desto wirkungsvoller
  • besonders hochwertige, verschiedene Leckerbissen die ihr Hund sonst nicht bekommt in ausreichender Menge (z.B. Cheeseburger, Schinkenwurst, Frikadellen, Käse, gekochte Eier, Leberwurstbrote, Hähnchenschnitzel, Putenbraten usw.)

Alle Teilnehmer sollten gute Laune, Wetterfeste Kleidung und Schreibmaterial mitbringen. Für warme und kalte Getränke zum Selbstkostenpreis ist gesorgt.

Wir freuen uns auf einen spannenden Tag mit ihnen und ihrem Hund!

27.09.2014 – Leinenführigkeit ist kein Geheimnis

So wird der Spaziergang mit Ihrem Hund wieder zur Erholung

Training zur lockeren Leinenführigkeit mit Bettina Meisterjahn, Hundepsychologin nTR ®

am Samstag, den  27.09.2014

Beginn: 10:00 Uhr, Ende offen

Ort: Pfotenwohl Hundehotel, Alte Heerstraße 10, 59494 Soest-Ostönnen

Preise pro Teilnehmer: 65,00 € mit Hund; 55,00 € ohne Hund – zahlbar vor Ort

Derzeit freie Plätze: ausgebucht

Anmeldung unter: Info@pfotenwohl-hundehotel.de oder info@hundezentrum-hsk.de

„Im Haus ist er der liebste Hund, wenn nur die Spaziergänge nicht wären!“

Ihre Arme scheinen immer länger zu werden, Nacken und Rücken schmerzen. Die täglichen Spaziergänge mit Hund gleichen eher einer Tortur als das sie Spaß mit dem eigenen Hund bedeuten. Sie haben schon alles versucht und sind die höhnischen Kommentare anderer Hundebesitzer leid? Frustriert beobachten Sie andere Hundehalter, deren Hunde brav und an lockerer Leine neben ihnen her traben. Auch Ablenkungen durch andere Hunden scheinen kein Problem zu sein.

Was machen die anders als Sie? Canine education

Warum schleift Ihr Hund Sie geradezu durch die Welt? Wieso rastet er möglicherweise komplett aus, wenn er schon von weitem andere Hunde sieht?

Woran das liegt, was Sie damit zu tun haben und wie Sie wieder Spaß und Erholung an Ihren Spaziergängen mit Hund finden, erfahren Sie an diesem Seminartag. In geselliger, kleiner Runde und angenehmer Lernatmosphäre lernt Ihr Hund Ihnen freudig zu folgen.

Informationen zum Veranstaltungsort finden Sie unter: http://www.pfotenwohl-hundehotel.de

Wichtig!: Den Hund bitte vor dem Seminar nicht füttern. Eine Ausnahme bilden die Hunde die wegen Medikamentenvergabe gefüttert werden müssen. Hier bitte nur geringe Mengen füttern.

Folgendes Material sollten Teilnehmer mit Hund zu unserem Kurs mitbringen

  • 1 Decke oder Liegekissen
  • gut sitzendes, gepolstertes Brustgeschirr, Leine (2-3 m lang)
  • 1 Schleppleine 5m lang
  • 1 Clicker (wer keinen Clicker nutzen möchte erlernt bei uns den Aufbau einer Alternative)
  • verschiedene, erbsengroße, weiche Leckerbissen,  die Ihr Hund besonders gerne mag, in ausreichender Menge (z.B. Käsewürfel, gewürfelte Wienerle, Clickerfutter etc.)

Alle Teilnehmer sollten gute Laune, wetterfeste Kleidung und Schreibmaterial mitbringen. Für warme und kalte Getränke zum Selbstkostenpreis ist gesorgt.

Wir freuen uns auf einen spannenden Tag mit Ihnen und Ihrem Hund!

Emmi – Rauhaardackel, 1,5 Jahre alt – konnte nicht aufhören zu bellen

Emmi - klein, süß, klug und ziemlich laut! Foto: Sabine u. Jörg R.

Emmi – klein, süß, klug und ziemlich laut!
Foto: Sabine u. Jörg R.

Von Anfang an wollten wir alles richtig machen. Wir haben uns belesen (obwohl Emmi bereits unser 2. Rauhaardackel ist),

unserer Meinung nach alles lehrbuchmäßig eingehalten und doch ist irgendetwas gehörig danebengegangen.

Sie war vom Tag als wir sie beim Züchter (mit knapp 10 Wochen) abholten, an sehr lebhaft und immer in Aktion. Welpen schlafen viel! Unser Welpe schlief nur nachts, zum Glück wenigstens dann.

Immer auf der Suche nach dem nächsten Abenteuer. Natürlich haben wir dann versucht ihr Beschäftigung zu geben. Quietschtiere werfen, Decke zergeln, Knochen kauen usw. Nach einigen Tagen im neuen Zuhause fingen wir langsam damit an, Emmi an ihre Umwelt zu gewöhnen. Zuerst die Nachbarskinder, dann Familie und Freunde. Alles langsam und dosiert um sie nicht zu überfordern. Dann mal auf den Parkplatz des Baumarktes oder Supermarkt, zuerst immer etwas abseits des Betriebes.

Dann als Steigerung gelegentlich in den Baumarkt oder ins Möbelhaus. Alles prima, keine Angst. Selbstverständlich auch Welpenschule, damit aus ihr ein gut sozialisierter Hund wird. Ich habe einen netten Chef der mir auch erlaubt hat den Hund mit ins Büro zu nehmen, also stand einem glücklichen Hundeleben eigentlich nichts im Wege, so unsere Idee.

Doch allmählich wurde Emmi Menschen gegenüber immer unsicherer. Im Büro wurde jeder angebellt. Wenn sich die Kollegen näherten, zog sie sich zurück und bellte nur noch mehr. Kein Leckerchen konnte sie locken. Auch der kurze Fußweg zur Arbeit wurde für mich immer stressiger. Sobald eine Person in unserem Sichtfeld auftauchte, wurde Alarm geschlagen. Gehstöcke, Kinderwagen, Rollatoren etc. waren ganz extrem gefährlich! Irgendwann reagierte sie auch auf kleine Kinder die sich schnell bewegten oder laufen und spielen. Nur in der Hundeschule war sie wie ausgewechselt, vergnügt, zutraulich und von allem und jedem (auch Menschen) begeistert.

Wir wussten nicht mehr wie es weitergehen sollte, da Emmi ja auch im Haus sehr anstrengend war.

Sie hat tagsüber nie geschlafen, wenn wir sie nicht bespielt haben, hat sie Blödsinn gemacht.

Teilweise hat sie auch uns angeknurrt oder in Hosenbeine gebissen. Zufrieden war sie nur, wenn wir ihr einen Ball geworfen haben (dachten wir).

Foto: Sabine u. Jörg R.

Foto: Sabine u. Jörg R.

Wir waren mit unserem Latein am Ende und auch mit den Nerven!!

Die Er”lösung” kam durch unsere Tierärztin in Sundern. Daher kam der Tipp sich an Frau Meisterjahn zu wenden.

Der 1.Besuch fand die erste halbe Stunde bei uns im Hausflur statt, wo Emmi sie ununterbrochen anbellte und sich keinen Schritt an sie heran traute. Frau Meisterjahn verhielt sich ganz ruhig und geduldig. Machte sich klein, drehte sich weg, senkte den Kopf, beschwichtigte Emmi. Dann kamen Leckerli dazu, zuerst in Emmis Richtung geworfen, dann immer näher zu sich heran und dann so, dass Emmi an ihr vorbei musste um an die Belohnung zu kommen.

Als das klappte, Emmi sich beruhigt hatte, konnten wir auch ins Wohnzimmer gehen und haben ein sehr langes Gespräch geführt. Viele Fragen beantwortet, Fragen gestellt und Antworten und Erklärungen bekommen. Wir hatten nur das Beste gewollt und doch für diesen speziellen Hund ganz viel falsch gemacht. Das sind nun sehr individuelle Dinge, die sich nur begrenzt auf andere Hunde übertragen lassen. Aber wir haben von diesem Tag an unseren Hund ganz anders gesehen und auch behandelt. Wir müssen uns sein Vertrauen kleinschrittig erarbeiten, das wollen wir und das schaffen wir.

Foto: Sabine u. Jörg R.

Foto: Sabine u. Jörg R.

Es braucht viel Zeit und natürlich Geduld, der Erfolg gibt uns und vor allem Frau Meisterjahn recht. Unser Trainingsweg ist noch lange nicht zu Ende, er ist aber nicht mehr unüberwindbar. Ohne das Rüstzeug das Frau Meisterjahn uns an die Hand gegeben hat, wären wir heute nicht da, wo wir sind. Emmi geht es besser, sie ist viel ruhiger geworden, entspannt sich schneller und schläft auch am Tage mal!

Von Herzen ein dickes DANKE und noch viel Spaß und Erfolg bei Ihrer Arbeit:)

 

Jörg und Sabine R. aus Neuenrade

Auf jeden Topf passt ein Deckel…

…so fand sich auch der passende Deckel für Scotti!

Fast 10 Monate bereicherte Golden Retriever-Mix Scotti unseren Alltag. Viele Bewerbungen gingen ein, doch so wirklich wollte es nicht zusammen passen. Dank Unterstützung der Westfalenpost fanden sich Anfang Mai dann die richtigen Menschen für diesen wunderbaren Hundefreund!

Golden Retriever-Mix Scotti fand sein neues Zuhause in Neheim

Golden Retriever-Mix Scotti fand sein neues Zuhause in Neheim

Für alle die den Artikel von Reporter Thorsten Koch verpasst haben findet sich die Onlineausgabe des Artikels hinter diesem Link

Auch die im Artikel erwähnte Cocker-Mix  Hündin  Terry fand ihr großes Glück im Sauerland!

Hütehund-Mix Sancha ist noch auf der Suche nach ihrer eigenen Familie. Sancha’s Online-Tagebuch finden Sie hinter diesem Link  Für telefonische Anfragen erreichen Sie die zuständige Vermittlerin Jana Tarnowski unter der Telefonnummer 0178-5095240

Sancha, Hütehund-Mix, 1 Jahr alt, sucht aktive Menschen.

Sancha, Hütehund-Mix, 1 Jahr alt, sucht aktive Menschen.

Fotos: Bettina Meisterjahn

Fotos: Bettina Meisterjahn

 

 

 

 

 

 

 

 

Ein ganz herzliches Dankeschön übermitteln wir an die Westfalenpost und Reporter Thorsten Koch!

Rontu – Hütehund-Mix, 1,5 Jahre alt – biss mehrfach seine eigene Familie

 

Rontu - Border Collie - Harzer Fuchs Mix

Rontu – Border Collie – Harzer Fuchs Mix

Schon mit etwa einem halben Jahr fing Rontu an, uns gegenüber, also seinen eigenen Familienmitgliedern, aggressiv zu werden. Er klaute Socken oder Trockentücher und wollte diese nicht mehr hergeben. Er knurrte uns an, fletschte, schließlich biss er irgendwann sogar zu. Er klaute Fernbedienungen vom TV, Mäuse vom PC, Wurst und Käse vom Tisch, wir schauten zu und hatten keine Chance, etwas daran zu ändern. Und weil wir nicht weiter wussten, suchten wir Hilfe im Internet.

Dabei wurde ganz schnell klar: Hütehunde (Rontu ist eine Mischung aus Border Collie und Harzer Fuchs) sind anders, als die Hunde, die wir bisher hatten. Wir erfuhren über Hütehunde, dass diese sehr schlau sind und unbedingt Aufgaben brauchen wie z.B. Agility oder Kopfarbeit, wir erfuhren auch, dass Hütehunde nur bedingt als Familienhunde geeignet sind. Und wir lasen zum ersten Mal, dass es „Angsthunde“ gibt. Die Parallelen zu Rontu waren offensichtlich.

Wir hörten also auf, Rontu anzuschreien, wir hörten auf, ihn zurechtzuweisen, wir nahmen nur noch Rücksicht auf ihn, wir wurden zu ordentlichen, aufgeräumten Menschen und ließen nichts mehr liegen – versuchten es zumindest. Wir forderten ihn mit Bällchen- und Leckerchensuchspielen. Rontu wurde ruhiger, wir auch, aber eigentlich änderte sich nichts an Rontus Verhalten, im Gegenteil. Abends kam es immer öfter vor, dass er uns anknurrte und nicht in seine Nähe ließ.

Auch die vielen vergeblichen Versuche in verschiedenen Hundeschulen  (Originalton: “bevor man mit dem arbeiten kann, muss er erst mal kastriert werden”) brachten uns nicht weiter. Rontu wurde zu einem Hund, der seine eigenen Familienmitglieder biss. Für uns total unkontrollierbar, eigentlich untragbar. Irgendwann waren wir angekommen an dem Punkt, wo wir sagten: Beißt er noch ein Mal ohne Grund, muss er eingeschläfert werden.

Es kam, wie es kommen musste: Rontu biss unseren Sohn beim Bällchen-Werfen.

Mit Tränen in den Augen (wir alle hatten uns schon innerlich von diesem eigentlich so lieben tollen Hund verabschiedet) fuhr ich am nächsten Morgen zum Tierarzt nach Stemel. Dort angekommen, konnte ich nicht mal mehr sagen, was ich eigentlich vorgehabt hatte. Ich fragte, nachdem ich unsere Probleme mit Rontu lang und breit geschildert hatte, nur nach einem Hundetrainer, der uns weiterhelfen könnte. Die Antwort kam spontan: „Wir arbeiten hier zusammen mit Frau Meisterjahn. Die ist wirklich gut, wenn ihnen eine helfen kann, dann sie.“

Ich ging aus der Praxis (zum Glück mit und für Rontu) mit einer Telefonnummer, die ich schon vom Parkplatz aus wählte. Und schon nach wenigen Minuten Telefonat wusste ich: Hier bist du endlich richtig.

Bei der Vorbesprechung bei uns zu Hause bestätigte sich mein erster Eindruck: Tina Meisterjahn ist ein Mensch, der sich Zeit nimmt. Nicht nur Zeit für Hunde, auch Zeit für die Menschen, die hinter diesen Hunden stehen.

Alle meine Fragen und Ängste wurden besprochen. Vor allem gefiel mir sofort ihre innerliche Ruhe. Rontu durfte Tina ganz langsam und nur durch Eigeninitiative kennen lernen. Ich habe diese Erfahrung mit noch keinem Menschen gemacht, ohne nicht vorher genaue Instruktionen gegeben zu haben, wie Mensch sich unserem Hund gegenüber verhalten muss, damit er nicht gebissen wird. Der Unterschied zur klassischen Hundeschule wurde sofort klar: die Hundepsychologin will nicht dressieren, sondern verstehen und den Hund umlenken. Nicht nur den Hund, sondern auch den Menschen. Rontu blieb während der Vorbesprechung die ganze Zeit an der Leine – Sicherheit ist oberstes Gebot.

Nach einigen Übungsstunden zeigten sich die ersten Erfolge. Rontu fing an, sich an uns zu orientieren. Aus Grundkommandos wie Sitz oder Platz wurde ein Spiel, der Zwang war weg. Ein großer Leinenzieher war er nie, aber nun lernten wir, wie wir auch in Konfliktsituationen Ruhe bewahren können. Rontu folgte uns plötzlich gerne.

RontuWenn Rontu heute knurrt oder warnt, wissen wir, wie wir reagieren müssen, aber besonders wichtig ist, wir haben gelernt, solche Situationen erst gar nicht entstehen zu lassen. Von vielen Dingen, von denen wir dachten, sie seien allgemeingültig für alle Hunde, mussten wir uns verabschieden. Zum Beispiel, dass Agility ein passender Ausgleich für Hütehunde ist. Unseren Hund würde Agility einfach nur nervös machen.

Hund ist nicht Hund. Umso wichtiger ist es, sich wirklich vor dem Kauf eines Hundes Gedanken zu machen, welcher Hund es denn sei sollte. Wir hatten uns mit Absicht einen Hütehund ausgesucht, nicht wissend, welche Probleme auf uns zukommen.

Natürlich gibt es immer wieder kleinere Rückfälle und viele Situationen, die wir noch nicht meistern können. Aber wir üben weiter und haben in Tina Meisterjahn endlich eine Ansprechpartnerin gefunden, die uns dabei mit vielen Tipps und Tricks zur Seite steht! Der Weg ist das Ziel…

Für diejenigen, die unseren Weg etwas mitverfolgen möchten, habe ich meine Eindrücke von ersten Gespräch mit Tina Meisterjahn bis heute festgehalten.

 

Erstes Telefongespräch – Parkplatz Tierarztpraxis

Ich weiß nicht, ob es richtig war, mit dem Hund wieder aus der Praxis zu gehen.

Ich will mir nicht irgendwann sagen müssen: Du wusstest es doch vorher, warum hast du den Hund nicht einschläfern lassen? Unser Sohn ist mir wichtiger als unser Hund, aber ich gebe unserem Hund noch eine allerletzte Chance. Ich rufe die Festnetznummer an, keiner geht dran. Ich mag nicht telefonieren, überwinde mich aber und rufe sogar die Handynummer an, die ich bekommen habe.

„Meisterjahn“… ich erzähle, woher ich die Nummer habe und warum ich anrufe. Das, was ich höre, nachdem ich unsere Probleme geschildert habe, erstaunt mich.

Ab sofort kein Bällchenspiel mehr, auch mit seinem bestem Kumpel Otto soll Rontu erst mal nicht mehr spielen. Erst müsse klar sein, dass Rontu keine Schmerzen hat. Und Rontu müsse ruhiger werden und lernen, runterzukommen. Das Spielen mit Bällchen und Otto pushe ihn hoch, das wilde Spiel mit Otto frustriere ihn möglicherweise sogar, denn Rontu wird oft einfach überrannt von Otto.

Wir vereinbaren einen ersten Termin, nur so, zum Kennenlernen.

 

Vorbesprechung – es passt.

Ich bin aufgeregt. Wen erwarte ich da? Wie soll ich mich verhalten? Zum ersten Mal kommt eine Hundepsychologin zu uns, bis jetzt waren es immer wir, die Hundetrainer aufsuchten. Kann sie uns wirklich helfen?

RontuAls ein Auto auf unseren Hof abbiegt, weiß ich, das kann nur Frau Meisterjahn sein. Sie steigt aus und begrüßt mich gar nicht. Sie steht nur da, dreht mir und Rontu den Rücken zu und dreht sich ab und zu mal um, um etwas zu unserem Hund zu sagen. Nach einer gefühlten Stunde sagt sie endlich „Hallo und guten Tag erst mal“ zu mir.

Mir gefällt das. Es mag befremdlich vorkommen, mit jemanden zu sprechen, der einem dem Rücken zudreht, aber es macht die Situation einfacher. Denn ich kenne ja unseren Hund, und der mag keine fremden Menschen, die direkt auf ihn zugehen. Wie ich mich verhalten soll, frage ich mich nicht mehr, denn hier habe ich eindeutig einen Menschen vor mir, der mir diese Frage im Moment des Aussteigens aus dem Auto abgenommen hat. Ich muss unseren Hund nicht erklären. Sie versteht ihn auch ohne Worte.

Auf dem Weg zur Terrasse durch die Wohnung muss ich mich ständig umdrehen, weil ich das Gefühl habe, dass sie gar nicht mitkommen will. Endlich angekommen, erklärt sie mir, dass Rontu ihr deutlich gezeigt habe, dass sie hier nichts zu suchen hätte und sie ihn immer wieder beschwichtigt hätte. Oh, das habe ich gar nicht mitbekommen.

Dann sitzen wir lange auf der Terrasse und reden sehr viel. Ich frage, sie antwortet. Ich bekomme ausführliche Antworten, präzise, genau auf Situationen abgestimmt, genau passend zu unserem Hund. Woher weiß sie das alles? Wie kann sie in so kurzer Zeit unseren Hund so gut einschätzen? Kein Vergleich zu meinen vielen  Internetsitzungen!

Egal. Es passt, und das ist gut so.

 

1. Übungsstunde 

Rontu kann sich an Tina erinnern, freut er sich? Ich kann sein Verhalten nicht richtig deuten, habe den Eindruck, er freut sich, vorsichtig, ängstlich wie immer.

Wir fangen an mit Leinentraining, Tina hatte es ja schon angekündigt. Wieso das? Wir wollen doch nur, dass er nicht mehr beißt. Rontu ist nie der große „Leinenzieher“ gewesen, deswegen bin ich etwas pikiert, sage aber nichts. Während der Stunde wird mir klar, was Tina schon in der Vorbesprechung sagte: Es geht nur in ganz kleinen Schritten.

Und damit haben wir Erfolg. Denn nachdem ich es endlich schaffe, die Sache einigermaßen richtig zu koordinieren, merke ich: Rontu reagiert auf mich, endlich kann er mich „lesen“, und es macht ihm großen Spaß mir zu folgen. Er freut sich, und ich mich auch. Ich bin gespannt aufs nächste Mal.

 

2. Übungsstunde 

Tina kommt! Rontu freut sich, zeigt aber noch Beschwichtigungsverhalten. Ich sehe es erst nur an Tinas Reaktion, die sich deutlich von ihm abwendet und mir das auch sofort erklärt: Rontu läuft einen weiten Bogen, um sich ihr zu nähern und beschwichtigt dabei. Tina geht auf seine Beschwichtigung ein und zeigt ihm durch Gestik, dass sie keine Bedrohung darstellt.

Dann muss ich zeigen, wie gut ich meine Hausaufgaben gemacht habe. Na ja, schon die ganze Woche hatte ich Schwierigkeiten, die Übungen durchzuführen, denn ich habe einen Dickkopf und kann alles besser. Ich will einfach nicht glauben, dass meine alten Kommandos ab sofort nebensächlich sind, denn es funktionierte doch immer…. Einigermaßen.

Schaue ich allerdings Tina zu, die die gleichen Übungen mit dem gleichen Hund macht, sieht das ganz anders aus. Okay, ich nehme mir für die nächste Woche vor, meinen Dickkopf zu überlisten. Fragt sich nur wie…

Am Ende der Stunde stelle ich endlich die Frage, die mir schon die ganze Zeit auf der Zunge brennt: Was ist mit den Grundkommandos, die Rontu nicht beherrscht und unsere Angst, dass er wieder zubeißen könnte? Ich bekomme eine ausführliche Antwort mit einem mir schlüssigen Übungstraining. Gut, dass ich noch schnell gefragt habe.

3. Übungsstunde

Natürlich habe ich es nicht geschafft, meinen Dickkopf zu überlisten. Auch das Übungstraining war mir im Nachhinein dann doch nicht mehr schlüssig…Ich frage noch mal fast die gleiche Frage und erkläre, dass nicht ich, sondern die Anderen ein Problem mit unserem Hund haben. Und wieder bekomme ich eine lange, geduldige Antwort.

Ich glaube, dieses Mal habe ich kapiert, worum es geht: Rontu hat kein Vertrauen in Menschen, auch nicht in mich. Er will ein Team mit seinem Partner sein, den Partner verstehen können und ihm folgen. Das geben wir ihm nicht, wir sind nicht eindeutig in unserer Körpersprache. Wir verwirren und frustrieren ihn. Deswegen ist er unsicher, akzeptiert uns nicht, fühlt sich sogar von uns bedroht und beißt dann zu. Über das neue Leinentraining kann er lernen, eine  Bindung mit uns einzugehen, kann lernen, sich führen zu lassen. Vorausgesetzt, wir Menschen lernen, fair zu agieren und uns und den Hund besser zu beobachten. Das geht jetzt sogar in meinen Dickkopf rein, ist doch logisch…

 

4. Übungsstunde 

Inzwischen haben wir viel geübt. Rontu läuft kurze Strecken neben, nicht vor mir, lässt sich in entspannten Situationen abrufen und hat das Kommando „Platz“ dazugelernt. Es hat sich offensichtlich gelohnt, die Anweisungen für die Übungen genau zu befolgen!

Doch schon bei der ersten neuen Übung bekomme ich einen kleinen Dämpfer: „Wir hatten doch gesagt…“. Ach ja. Vergesslich, wie ich bin, gibt Tina mir den guten Tipp, den sie mir auch schon bei der Vorbesprechung gegeben hatte, noch mal: Alles sofort aufschreiben und dann konsequent die passenden Signale an passender Stelle anbringen.  Trotzdem wird es noch eine tolle Stunde, Rontu lernt mit 1 ½ Jahren endlich das „Bleib“ kennen und ich schaffe es, mich mehr als 5 Schritte von ihm zu entfernen, ohne, dass er aufsteht. Ein Riesenerfolg für uns!

Insgesamt ist inzwischen aus dem unkontrollierbaren und unberechenbaren Hund ein ruhiger und fast entspannter Partner geworden.  Und ich weiß: da geht noch viel mehr und bin gespannt auf die nächsten Übungsstunden!

Mein Erfahrungsbericht hört hier auf mit einer Empfehlung an alle, die so verzweifelt sind, wie wir es waren:

Tina Meisterjahn als Hundepsychologin arbeitet anders als die Hundetrainer, die uns auf unserer Suche nach Hilfe begegnet sind.

Vielleicht wird auch euer Zusammenleben von Mensch und Hund mit Tinas Hilfe harmonischer. Ein Versuch ist es wert…

 

Rontu und Familie sagen „Danke!“

Rasmus – Jack Russel Terrier – Artgenossen – / Leinenaggression

Rasmus Foto: Melina G. aus Sundern

Rasmus
Foto: Melina G. aus Sundern

Mein Name ist Rasmus ich bin ein 4 Jahre alter Jack Russel Terrier.

Am liebsten bringe ich mein Frauchen zu Verzweiflung. Mein Glück – sie liebt mich trotzdem abgöttisch.

Wenn ich lange genug etwas versuche gibt sie meinem treuen Blick und meiner -ich gebe zu-“penetranten” Beharrlichkeit nach. So konnte ich schon früh mit ihm Bett schlafen oder auch mich nur hinsetzten wenn ich es wirklich will.

Aber am meisten regte ich sie auf, wenn ich bei der Begegnung mit anderen Hunden mein volles Programm abzog. Das wäre mich voll in die Leine zu schmeißen und so laut zu bellen wie ich kann. Angriff ist eben die beste Verteidigung. Meine Knie tun manchmal weh und ich habe Angst mich nicht wehren zu können. Außerdem drückte mich dieses doofe Geschirr und hat heftig gezwickt immer wenn ich andere Hunde sah.

Dann kam der Tag als mein Frauchen sich mit einer Bekannten unterhielt die bei einer Hundepsychologin waren. Ab da änderte sich mein Leben. Sie telefonierte mit Frau Meisterjahn und die kam auch bald zu Besuch. Es wurde viel über mich gesprochen. Frauchen und Herrchen bekamen viele Tipps und praktische Anleitungen für mich. Sie fanden das super und suchten öfter das Gespräch mit Tina. Anfangs fand ich das nicht so toll aber meine Futterlieferanten waren voller Euphorie. Dann hab ich gemerkt das sie mich besser verstehen, mehr mit mir machen und es macht richtig Spaß! Also DANKE Tina!

Sie waren mit mir beim Tierarzt und ich bekam etwas für meine Knie. Ein neues Geschirr habe ich auch bekommen – und zwar maßgeschneidert- jawohl! Ich wollte es zuerst auch nicht anziehen. Doch es gab echt leckere Übungen dazu und ich stellte fest, dass es gar nicht zwickte. Dann haben wir geübt an der Leine zu laufen. Aber anders als sonst. Als das klappte habe ich mich mit einer netten Hundedame getroffen. Was hatte ich erst eine Panik zu Anfang! Doch ich musste nie direkt zu ihr und Frauchen hat mich beschützt und mir einen Ausweg gezeigt. Dann war es auf einmal gar nicht mehr schlimm und wir sind gemeinsam über die Wiesen geflitzt.

Dabei ist mir auch aufgefallen das es nicht schön ist meine Zeitgenossen anzubellen, es ist viel schöner gemeinsame Ausflüge und Spielnachmittage zu machen. Manchmal gehen wir mit einem ganzen Rudel spazieren. Ein tolles Gefühl! Da hab ich echt was verpasst. Herrchen und Frauchen gehen ganz entspannt mit. Sie haben manchmal noch Fragen an Tina und mit ihren Tipps ist unser Zusammenleben ruhiger und Schöner geworden. Von mir aus darf Tina uns öfter besuchen.

Euer Rasmus

Merlin – Großpudel – wild und stürmisch

Hallo…

Merlin und Yoda Foto: Sabine Krick aus Sundern

Merlin und Yoda
Foto: Sabine Krick aus Sundern

Ich heiße Sabine Krick und wohne mit meinem Mann und unseren zwei Hunden in Sundern/Sauerland. Yoda ist ein drei jähriger Malteserrüde. Er ist klein und durch eine Rückenverletzung etwas in seiner Bewegung eingeschränkt, dennoch ist er ‘voll gut drauf ‘! Der zweite Hund heißt Merlin, ist ein jetzt zehn Monate junger Großpudelrüde und ist genauso gut drauf!

Nun gut, bis zehn/zwölf Monate hat ‘Hund’ noch viel ‘Kasper’ im Kopf und ist nicht immer leicht davon zu überzeugen gaaanz ruhig und gelassen zu sein… ;)! Besonders bei der Leinenführigkeit gab es große Defizite. Er meckerte jeden Hund an dem wir begegneten und zog was die Leine hergab! Alles ist interessant und in seinen Augen nur zum Hinterherjagen vorhanden. Nun ja, nachvollziehbar aus seiner Sicht, doch nicht akzeptabel für mich!

Da beide Hunde sehr lieb sind (und es auch bleiben sollen), fiel es uns schwer den passenden Ansprechpartner zu finden. Ich suchte jemanden, der das Wesen von Merlin erkennt und feinfühlig und respektvoll im Umgang sowohl mit Merlin als auch mit mir ist.

Mein Mann und ich hörten uns um und fragten und hörten…Alle Hundeschulen die wir fanden, hielten wir nicht für geeignet… so gingen wir nirgendwo hin und kamen vorerst auch klar. Wir dachten: “…lieber erst einmal eine gute Beziehung aufbauen…“ Was uns auch gelungen ist.

Dann setzte ich mich hin und begab mich ins Internet. Ich suchte unter Hundetherapie/ Hundeschulen Sundern und eine ganze Reihe Hundeschulen taten sich auf. Und es zeigte sich auch Hundepsychologie-Sundern Bettina Meisterjahn! Ich ging sofort auf ihre Seite und war beeindruckt! Ich hoffte nur, dass das was dort stand (steht) auch wirklich so ist (ich habe auch schon andere Erfahrungen gemacht) und rief direkt an. Na, lange Rede…Es ist noch viel besser!!!

Wir haben jetzt schon einige Stunden absolviert und Merlin ist an der Leine nicht wiederzuerkennen. Dank dem neuen Brustgeschirr und den wirklich konsequent durchgeführten Übungen machen wir riesen Fortschritte (siehe Videos). Selbst Hundebegegnungen an der Leine sind Dank Bettina Meisterjahn entspannter, da ich jetzt sicherer bin und somit auch gelassener! Ich denke wir benötigen noch die ein oder andere Stunde der Anleitung, doch ich bin seeeeehr zuversichtlich, dass sich der ‘Hopser’ in Merlin bald verabschiedet und seine Unsicherheit mitnimmt…

Und hier noch die Videos. Auf dem ersten ist Merlin noch sehr aufgeregt und wild, springt unkontrolliert umher. Ich habe mühe ihn zu halten.

Hier haben wir schon drei Trainingsstunden hinter uns. Und wir haben fleißig geübt und alle Tipps genau befolgt. Merlin ist wie ausgewechselt!

DANKE BETTINA