Praxis für Hundepsychologie-Sundern

Lernen Sie Ihren Hund zu verstehen!

Shakira – Jack-Russell-Mischling – Leinenaggression

Shakira - "bester Hund der Welt" Foto: Claudia W. aus Sundern

Shakira – “bester Hund der Welt”
Foto: Claudia W. aus Sundern

Seit 6 Jahren lebt Shakira (Jack-Russell-Mischling, „bester Hund der Welt“) bei mir („das Problem“), sie ist ein absoluter Wunschhund, mit ihr ist ein Lebenstraum in Erfüllung gegangen, sie macht meine Familie und mich sehr glücklich.Bevor ich sie zu mir geholt habe, lebte sie für ein paar Wochen im Tierheim, sie war ein Fundtier, über ihre Vergangenheit konnte man mir leider nichts sagen, sie war offensichtlich noch sehr jung und entsprechend ungestüm und lebensfroh, obwohl sie anscheinend schon einiges mitmachen musste bis dahin. Im Laufe der Zeit habe ich festgestellt, dass sie ein Problem mit älteren Herren mit Gehhilfen oder Spazierstöcken hat, sie wollte an Säcken nicht vorbei gehen, hatte große Trennungsängste und ist bei jeder Fußbewegung hochgeschreckt. Leinenführigkeit und die Grundkommandos mussten wir mit viel Liebe und Geduld gemeinsam erarbeiten.

Wir haben damals noch nicht im Sauerland gelebt und in ihrem damaligen Zuhause hatte sie aus Hundesicht den Himmel auf Erden. Rund um das Haus Felder, Wiesen, Wälder, kleine Bäche und viele Freiheiten. Sie durfte stundenlang Löcher graben, sie ist mit ihrer Frisbee-Scheibe über die Wiesen geflitzt, hat im Bach gespielt, konnte sich auf allen Spazierwegen ohne Leine frei bewegen.

Mit anderen Hunden hat es auch gut geklappt, anfangs hat sie die Hunde an der Leine ignoriert, als ich sie dann nach ein paar Wochen ohne Leine laufen lassen konnte, hat sie den Kontakt gesucht und mit vielen Hunden getobt und gespielt, sie hatte später auch eine beste Hundefreundin. Irgendwann hat sich das Bellen an der Leine bei Hundebegegnungen eingeschlichen, ich habe sie dann mit ihrer Frisbee-Scheibe abgelenkt, was auch meistens sehr gut funktioniert hat. Damals habe ich noch nicht gewusst, dass sie vermutlich in der Vergangenheit schon schlechte Erfahrungen mit anderen Hunden gemacht hatte, ich habe das für eine kleine Marotte gehalten.

Nach vier Jahren mußten wir ins Sauerland umziehen, in der Nachbarschaft wohnte eine braune Labrador-Hündin, sie lief frei umher und irgendwann tauchte sie auf unserer Wiese auf und hat mein Mädchen attackiert. Mir hat das einen riesen Schreck eingejagt, ich habe so etwas vorher nicht erlebt und meine Kleine so zu sehen, hilflos, schreiend, war wohl der Auslöser für unsere späteren Probleme. Sie wurde auch  nochmal von dem Labrador angegriffen und dann sind wir erneut umgezogen und dort ist sie dann auch von einem anderen großen Nachbarshund attackiert worden.

Shakira Foto: Claudia W. aus Sundern

Shakira
Foto: Claudia W. aus Sundern

Wir hatten im Laufe der Zeit noch einige unschöne Hundebegegnungen, immer beim spazieren an der Leine, frei laufende, große Hunde kamen mit gefletschten Zähnen auf uns zugestürmt, haben zum Teil auch nach Shakira geschnappt, es kam zu Rangeleien, Shakira hat sich immer untergeordnet, ich war hilflos. Für mich wurde das Spazieren zum Spießrutenlauf, ich musste immer damit rechnen, dass etwas passiert. Ich wurde immer unsicherer, das übertrug sich auf Shakira und sie hat schon einen großen Wirbel veranstaltet wenn sie einen Hund aus großer Distanz gesehen hat. Irgendwann war es unmöglich an den anderen Hunden vorbei zu laufen, sie blieb schon in 20m Entfernung stehen, bellte was das Zeug hielt, wollte los stürmen, war kaum zu halten, ein Umkehren war auch nicht möglich. Ich hatte schon Magenschmerzen wenn ich mit ihr losgelaufen bin und war schließlich an einem Punkt angelangt, wo ich überhaupt nicht mehr mit ihr spazieren gehen wollte, ich war nervlich am Ende.

Mir war klar, dass ich Hilfe brauche damit nicht irgendwann doch noch etwas Schlimmes passiert. Also habe ich zum Laptop gegriffen und gegoogelt, Hundeschulen schienen mir für meine Situation nicht geeignet, ich wollte eine persönliche, individuelle Beratung. Ziemlich schnell bin ich auf Bettina Meisterjahn gestoßen und was ich über sie gelesen habe, hat mich voll überzeugt. Mir war eine liebevolle, gewaltfreie Therapie wichtig für uns, außerdem wollte ich die Körpersprache von Shakira verstehen lernen, ich wollte fremde Hunde besser einschätzen lernen und vor allem an meinem Verhalten und meiner Körpersprache arbeiten.

Wir haben uns zu einem ersten Gespräch bei mir zuhause getroffen, sie hat sich sehr viel Zeit genommen, ich habe ihr alles über Shakira’s bisheriges Leben und unsere Probleme erzählt. Sie hat Shakira in ihrem häuslichen Umfeld beobachtet und hat mir ein paar erstaunliche Dinge über meinen Hund sagen können, die ich vorher gar nicht wahrgenommen habe. Ich hatte im Vorfeld die Befürchtung, dass ich mein Leben mit Shakira komplett auf den Kopf stellen muss, sie ist sehr verwöhnt und wird von allen im Haus betüddelt. Aber letztendlich waren es nur Kleinigkeiten, die ich verändern musste, wie Frau Meisterjahn so schön formuliert hat: Vom verwöhnt werden ist noch keiner gestorben. J Wir haben direkt eine Übung als Hausaufgabe für den nächsten Termin bekommen, ich war sehr erleichtert verstanden zu werden und Hilfe zu bekommen.

Leider hat die Hausaufgabe nicht so gut funktioniert, ich war sehr enttäuscht über mich selbst, weil ich es nicht hinbekommen habe, ich war noch zu angespannt und habe mich selbst unter Druck gesetzt. Frau Meisterjahn hat mich aber beruhigt und einen anderen Weg vorgeschlagen. Sie war auch die ganze Zeit über telefonisch für mich da, ich konnte sie jederzeit anrufen wenn ich Fragen hatte.

Wir sind zusammen spazieren gegangen und sie hat mir Shakira’s Körpersprache erklärt, ich habe gelernt wie mein Verhalten auf Shakira wirkt und dass ich damit unbewusst die Aggression hervorgerufen und sogar einen Konflikt zwischen den Hunden geschürt habe. Sie hat mir ein paar einfache Übungen gezeigt, mit denen ich jetzt problemlos an anderen Hunden vorbei gehen kann. Ich hätte nie für möglich gehalten, dass wir nach drei Stunden schon so weit sind, dass wir sechs Hundebegegnungen bei einem Spaziergang ohne Angst und bellen meistern können. Mein Selbstbewusstsein ist dadurch auch größer geworden, ich gehe Hunden nicht mehr aus dem Weg. Da ich andere Hunde jetzt auch besser einschätzen kann, lasse ich mittlerweile sogar Kontakt an der Leine zu und tatsächlich passiert nichts, weil ich jetzt viel entspannter bin. Und selbst wenn ein Hund ohne Leine auf uns zukommt, gerate ich nicht mehr in Panik. Klar, manchmal rutscht mir schon noch das Herz in die Hose, aber ich traue meiner Kleinen jetzt viel mehr zu und ich weiß jetzt, wie ich im Zweifelsfall reagieren muss. Wenn mir eine Situation zu heikel ist, habe ich jetzt die Möglichkeit umzudrehen und wegzugehen, das war vorher ja auch nicht möglich. Das Verhältnis zwischen Shakira und mir ist noch intensiver geworden, sie orientiert sich viel mehr an mir und fängt wieder an mir zu vertrauen.

 

Shakira die glückliche Foto: Claudia W. aus Sundern

Shakira die glückliche
Foto: Claudia W. aus Sundern

Frau Meisterjahn hat uns auch ein neues Geschirr und eine neue Leine besorgt, darüber bin ich sehr froh, wir hatten von Anfang an ein großes Problem das passende Geschirr zu finden. Die neue Leine fühlt sich auch besser an und gibt uns noch mehr Sicherheit unterwegs.

Die Therapiestunden haben mir sehr viel Spaß gemacht bisher, es läuft alles total locker ab, es wird auch viel gelobt und bestätigt, die Hilfestellungen sind sehr leicht zu verstehen und umzusetzen und man lernt unglaublich viel über den Hund an sich und auch über sich selbst.

Ich kann Bettina Meisterjahn nur wärmstens weiter empfehlen, das habe ich natürlich auch schon fleißig getan und ich bedanke mich für die tolle Unterstützung. Da wir noch ein, zwei andere Baustellen haben, werde ich mich auch weiterhin an sie wenden.

(Da ich immer wieder gefragt werde wie ich auf den Namen „Shakira“ gekommen bin: den Namen hat man ihr im Tierheim gegeben und er heißt übersetzt „die Dankbare“, was auf sie absolut zutrifft.)

Vielen Dank für die große Unterstützung und weiterhin viel Erfolg wünschen Claudia W. und Shakira!

Finley – Italienisches Windspiel – Umweltängste

Finley Foto: Verena Könke-Kühlkamp

Finley
Foto: Verena Könke-Kühlkamp

Unsere Leidenschaft sind die Windhunde, insbesondere die Galgos aus Spanien. Bis vor 7,5 Jahren hatte ich überhaupt keine Hundeerfahrung, als unser erster Pflegehund einzog, ein vom Leben bzw. Menschen schwer gebeutelter, einige Jahre alter Galgoherr, unsicher, ängstlich gegenüber Menchen, unsicher gegenüber Hunden. Ich habe viel mit Robyn  gearbeitet, im Laufe der Jahre mehrere Pflegehündinnen gehabt, von denen eine hängen blieb, die auch nicht einfach war. Unser Robyn war die letzten Jahre zwar ein sehr ruhiger, aber in sich ruhender, freundlicher, zufriedener Hund, der den Menschen sehr zugetan war.

Ich glaube also, dass ich nicht ganz ohne Hundewissen bin und war, als ich mir einen Traum erfüllte und vor zwei Jahren ein Italienisches Windspiel von einer Züchterin ins Haus holte. Der Kleine war leider schon 13 Wochen alt und ich war mir bewusst, dass es schwierig werden könnte, da er uns auch schon mit sechs Wochen, als wir ihn besuchten, angeknurrt hat. Problem war, dass er zwar liebevoll aufgezogen wurde, aber Einzelwelpe war und die Züchterin zwar alles für ihre Hunde tut, aber bei einem Einzelwelpen sehr viel mehr Sozialisation nach außen nötig ist und spezielles Training, so lange er noch ganz klein ist.

Finley zeigte sich von Anfang an unsicher und ängstlich draussen gegenüber fremden Hunden und Menschen, er orientierte sich nicht an uns, wie das normalerweise ein Welpe tut, sondern kontrollierte und scannte, so klein wie er war, die Umgebung und handelte auf eigene Faust.

Ich habe versucht, alles umzusetzen, was ich wusste, er ging mit meinem Mann in die Welpenschule, die wir abgebrochen haben, da er im Freilauf entweder von größeren Welpen gejagt wurde oder die anderen nicht mit ihm spielen wollten, weil er nur rannte, zu schnell war und das Spielen und Balgen miteinander nicht kannte. In den Übungsstunden draussen konnten wir ihn nicht für den Freilauf ableinen.

Also ging das Training allein weiter. Der Grundgehorsam war kein Problem, Finn ist folgsam, nur seine Ängste blieben.

Letztes Jahr zogen wir dann von Niedersachsen ins Sauerland. Anfang Januar 2013 musste unsere Hündin, die Bezugshund und Spielpartner für Finn war, eingeschläfert werden. Ein Pflegegalgo zog ein, ein sehr lieber, lustiger aber auch stürmischer kastrierter Rüde. Finn versuchte ihn von Anfang an zu kontrollieren, er war hin und her gerissen zwischen Rennen wollen und Angst haben, weil Figo so stürmisch war. Ich hatte Angst, dass es unserem Pflegehund irgendwann zuviel werden und er Finn angreifen könnte.

Eine normale Hundeschule kam für mich nicht mehr infrage, da ich auch mit meiner Hündin in zwei Hundeschulen nach Schema F keine Lösung für ihr Verhalten fand. Windhunde sind einfach anders! Die Tierärztin empfahl mir dann Bettina. Erst beäugte ich das Ganze misstrauisch, braucht mein Hund eine Psychologin? Was macht die?

Das Erstgespräch war lang und aufschlussreich. Eine Anamnese und Therapieplan wurde erstellt. Nach manchen Stunden dachte ich – und, was hat das jetzt gebracht, was haben wir heute erarbeitet? Aber das Verhalten von Finn änderte sich, weil ich auf bestimmte Dinge achtete. Hatte er mich manchmal in die Verzweiflung getrieben, weil ich nicht verstand, warum ein Hund, der unter wesentlich besseren Umständen aufgewachsen ist, als die meisten Galgos je erleben dürfen, solche „Macken“ zeigt, konnte ich ihn langsam verstehen. Eine Stunde war das absolute „Aha“-Erlebnis“. Ich hatte immer Angst um Finn, weil er allein auf andere, größere Hunde zulief, sich steif machte und knurrte – es hätte ja sein können, dass er irgendwann gepackt wird. Also habe ich immer versucht, andere große, unangeleinte Hunde wegzuschicken, wie ich es in der Hundeschule gelernt habe. Das gelang mir aber oft nicht. In dieser Stunde kam ein großer Retriever geradewegs auf uns zugelaufen, ich in Panik nach vorne, wollte ihn wegschicken, er ließ sich nicht beirren. Bettina griff ein und sagte mir, dass dieser Hund völlig entspannt sei und ich Finn laufen lassen sollte. Es ging alles gut! Finn zeigte dem anderen, dass er auf Abstand bleiben sollte. Das tat er, Finn entspannte sich! Später, in einer anderen Begegnung an der Leine, ließ sich Finn von mir abschirmen und staunte darüber, dass sein Frauchen ihn beschützen konnte. Das hatte er vorher nicht zugelassen oder nicht ernst genommen.

Seitdem machen wir immer wieder kleine Fortschritte, mal bringt er mich wieder zur Verzweiflung (und ich ihn bestimmt auch), aber er ist mutiger gegenüber Menschen und manchen Hunden geworden und ich kann ihm mehr vertrauen. Der Weg ist noch lang, aber ich denke, aus Finn kann ein „normaler“, glücklicher Hund werden. Das hätte ich mit einem normalen Hundetraining nicht geschafft!

 

Verena Könke-Kühlkamp

Bonny – Deutscher Pinscher – Umweltängste und Leinenaggression

Wir lebten schon seit mehr als einem Jahr in der eigenen Wohnung, bis wir zu der Auffassung kamen, dass uns irgendetwas fehlte. Wir überlegten sehr lange hin und her….Was fehlt uns in unserem gemeinsamen Leben? Was könnte unser Leben bereichern? Irgendwann kam uns dann die Idee: Wie wäre es mit einem Hund?!

Was anfänglich bloßes Gerede war, entpuppte sich schnell zu einem sehnlichen Wunsch. So kam es dazu, dass wir Bonny vor Weihnachten zu uns nahmen. Sie ist ein Deutscher Pinscher und wir haben uns sofort in diese großen dunkelbraunen Augen verliebt! Nachdem wir uns diesen Traum erfüllten und Bonny, die mittlerweile bei uns bereits in ihrer dritten Familie ist, sich eingelebt hat, fingen auch ein paar kleine Probleme an. Diese kleinen Macken, wie wir sie nennen, wollten wir natürlich in den Griff kriegen. Trotz diverser Ratschläge in Internetforen und vielerlei gelesener Lektüre, haben wir manche Dinge nicht alleine geschafft.

Aufgrunddessen kam im Februar 2013 dann Frau Meisterjahn ins Spiel. In unserem ersten Gespräch nahm sich Frau Meisterjahn erstaunlich viel Zeit, um sich über uns und unseren Hund ein Bild zu machen. In dem Erstgespräch ging es um eine Art Bestandsaufnahme, bei der die Probleme und Verhaltensauffälligkeiten erörtert wurden. Wie gehen wir mit unserem Hund um? Was haben wir bis jetzt alles versucht, um diese Probleme zu lösen? Aber auch Frau Meisterjahn stellte uns ihre Arbeit vor und mit welchem Methoden sie diese umsetzt. Ihre Devise lautet : Wichtig ist, dass der Hund glücklich ist!

Bis zur nächsten Stunde erarbeitete uns Frau Meisterjahn einen Therapieplan, der speziell auf Bonny zugeschnitten war. In jeder Stunde setzten wir unsere Hausaufgaben um, die uns von Frau Meisterjahn gegeben wurden. Wir bemerkten schon bald erste positive Veränderungen in Bonnys und auch in unserem Verhalten. Frau Meisterjahn führte bei uns sowohl den ” Klicker ” als auch den ” Mike ” ein, den Bonny übrigens überalles liebt :-)

Beim ersten Spaziergang bemerkte Frau Meisterjahn sofort, dass Bonny ein total verunsicherter und auch sehr sensibler Hund ist. Auch dafür fand Frau Meisterjahn die passende Lösung, damit unsere Bindung zu Bonny verstärkt und ein gegenseitiges Vertrauensverhältnis aufgebaut wird. Außerdem zeigte sie uns, wie wir Bonnys Körpersprache besser verstehen können. Nach mehreren gemeinsamen Stunden mit Frau Meisterjahn, in denen sie uns viele Tipps gab und sinnvolle Übungen vorstellte, ist aus Bonny ( die meiste Zeit ) drinnen wie draußen ein treuer und lieber Begleiter geworden. Dank einer Futterumstellung, die durch Frau Meisterjahn umgesetzt wurde, verhält sich Bonny nun in ihrem gesamten Wesen ruhiger und entspannter.

Frau Meisterjahn hat uns den Schritt in die richtige Richtung gezeigt. Mit ihrer Hilfe und ganz viel Geduld werden wir es auf jeden Fall schaffen, dass sowohl Bonny ein glückliches und entspanntes Hundeleben führen kann als auch wir uns jeden Tag an der kleinen Maus erfreuen können.

Wer seinen Hund richtig verstehen möchte, sollte sich auf jeden Fall an Frau Meisterjahn wenden. Wir empfehlen sie jedem weiter, der wie wir professionelle Unterstützung in der oftmals falsch verstandenen Hundewelt benötigt.

 

Liebe Frau Meisterjahn,vielen Dank für Ihre Unterstützung und auf eine weitere gute Zusammenarbeit!

Sam – Australian Shepherd/Border Collie-Mix – biss seine eigene Familie

Wir sind eine vierköpfige Familie mit zwei Hunden. Der ältere der beiden ist ein 15 Jahre alter Jagdhundmix, der jüngere ein drei Jahre alter Shepherd-Mix.

Max und Sam Foto: M. Rießelmann

Max und Sam
Foto: M. Rießelmann

Unser Problem begann damit, dass wir die beiden nicht mehr in einem Raum alleine lassen konnten, da sie sich immer öfter bissen.  Wir sprachen unsere Tierärztin auf dieses Problem an, und da der ältere sowieso operiert werden musste, ließen wir ihn kastrieren, wohl wissend, dass diese Maßnahme keinen Einfluss auf das Verhalten der Tiere haben muss.

Als wir dann den jüngeren Hund (beides übrigens Rüden) ebenfalls kastrieren lassen wollten, zeigte dieser sich in der Tierarztpraxis völlig verstört und ängstlich. Auf Empfehlung der Ärztin nahmen wir Kontakt zu Tina auf, denn es hatte sich noch ein weiteres Problem ergeben. Der jüngere der beiden hatte drei von uns ein bzw. mehrfach so sehr gebissen, dass die Wunden ärztlich versorgt werden mussten.

Sam Foto: M. Rießelmann

Sam
Foto: M. Rießelmann

Da unsere Familie aus vier erwachsenen Personen besteht, haben wir uns entschlossen, dem Hund und uns durch Tina helfen zu lassen und ihn nicht abzugeben oder gar einschläfern zu lassen.

Schnell stellte Tina fest, dass unser “Problemhund” vollkommen unter Stress stand, zu wenig Schlaf fand und wir ihm durch unseren Alltagsstress und unser Missverstehen seiner Gesten und Signale das Leben nicht einfacher machten.

Neben der medizinischen Versorgung mit Vitaminen und Hormonen durch die Tierärztin, zeigte uns Tina, was wir in den dreißig Jahren, die wir mit Hunden verbracht haben, nicht gewusst und beachtet hatten.

Aussi-Mix Sam, 3 Jahre alt Foto: M. Rießelmann

Aussi-Mix Sam, 3 Jahre alt
Foto: M. Rießelmann

Durch Tina haben wir gelernt, intensiver auf die Mimik und Gestik des Hundes zu achten und erst dann zu interpretieren, was uns das sagen könnte. In den meisten Fällen sind wir nun in der Lage, einen drohenden  Konflikt früher zu erkennen und zu unterbinden.

Wir sind froh, dass wir eine so kompetente Hilfe erhalten haben und dass unser Hund  deutlich mehr Lebensfreude zeigt.

Bleibt nur noch zu sagen, dass wir Tina auf jeden Fall weiterempfehlen können und es bereits auch getan haben.

Die ersten Absolventen haben bestanden!

Alte Hüte in der Hundeerziehung abstreifen,  Erkenntnisse nach neuestem, wissenschaftlichen Standard verinnerlichen und die Gestensprache der Hunde lesen und interpretieren lernen.  Das hochsoziale Lebewesen Hund aus einer neuen Perspektive betrachten und das eigene Handeln im Umgang mit dem Hund anpassen können. Das war für die ersten fünf Sunderner Absolventen des Hundebegleiterscheines des BVdH sechs Wochen lang Programm.

Abgeschlossen wurde die Ausbildung zum Hundebegleiter mit einer umfangreichen Prüfung in den Bereichen

  • Abstammung des Hundes und Geschichte der Domestikation
  • Rasseunterschiede und Rasseeigenschaften
  • Grundwissen zur gewaltfreien Hundehaltung
  • Lernverhalten von Hunden
  • Hundesprache – wie kommuniziert der Hund mit uns?
v.l.n.r. Dr. Mense, Cederic Meisterjahn, Claudia Rießelmann (hinten), Vanessa Rießelmann, Astrid Mattig, Bettina Meisterjahn, Martin Rießelmann

v.l.n.r. Dr. Mense, Cederic Meisterjahn, Claudia Rießelmann (hinten), Vanessa Rießelmann, Astrid Mattig, Bettina Meisterjahn, Martin Rießelmann

Der Hundebegleiterschein des Berufsverbandes der Hundepsychologen (BVdH) ist nicht zu vergleichen mit der Sachkundeprüfung der Hundeverordnung NRW oder der Begleithundeprüfung einer Hundeschule. Mit dem Hundebegleiterschein erlangen die Teilnehmer eine Verbesserung  der eigenen Umweltsicherheit – dies bereits vor Anschaffung eines eigenen Hundes. Auch  in den Berufsgruppen deren täglich Brot die Arbeit mit Hunden darstellt, dient der Hundebegleiterschein als berufliche Referenz.

Dr. Mense von der Tierärztlichen Praxis Dr. Riedel-Kaufhold gehörte zu den ersten Gratulanten. Wir bedanken uns sehr herzlich  bei der Praxis Dr. Riedel-Kaufhold für die zur Verfügung gestellten Räume und die zuvorkommende Gastfreundschaft des gesamten Praxisteams.

Hundebegleiterschein BVdH

Nur den ordentlichen Mitgliedern des Berufsverbands der Hundepsychologen (BVdH) ist es erlaubt, einen Lehrgang zur Erlangung des „Hundebegleiterscheins des BVdH“ abzuhalten und die Abschlussprüfungen (laut Prüfungsordnung BVdH) durchzuführen.
Alle Inhalte unterliegen dem persönlichen Urheberrecht der Entwickler, Thomas Riepe und Judith Winter. Nur den Mitgliedern des BVdH gestatten die Entwickler die Vervielfältigung und gewerbliche Nutzung aller Unterlagen des Lehrgangs „Hundebegleiterschein“.

Berufsverband der Hundepsychologen
Berufsverband der Hundepsychologen

Ziele „Hundebegleiterschein“:
Heute gibt es eine Vielzahl von Hundeführerscheinen und Begleithundeprüfungen verschiedener Organisationen und Verbände. Diese Lehrgänge richten sich jedoch ausschließlich an Menschen, die bereits einen Hund besitzen. Der Hundebegleiterschein des BVdH richtet sich auch an diejenigen, die sich noch einen Hund zulegen möchten, sich aber schon vor Anschaffung des Tieres die notwendige Sachkunde aneignen möchten. Weiter ist der Begleiterschein für Familienmitglieder, Freunde oder Bekannte gedacht, die nicht die Hauptverantwortung für den Hund haben, ihn aber ggf. nur Zeitweise beaufsichtigen und ausführen. Und natürlich richtet sich der Hundebegleiterschein auch an die Hundebesitzer, die mehr über ihren Hund erfahren möchten und als Gespann eine gute „Umweltsicherheit“ erlangen möchten.
Da es also Teilnehmer mit und ohne eigenen Hund gibt, ist der Hundebegleiterschein in 2 Stufen aufgeteilt. Stufe 1 ist ein reiner Theorieteil. Teilnehmer mit oder ohne Hund können diesen Theorieteil mit Erlangung des „Hundebegleiterschein ST1“ abschließen. Teilnehmer mit Hund können zusätzlich noch einen praktischen Lehrgang anschließen, der gemeinsam mit dem eigenen Hund absolviert wird. Theorie und Praxisteil schließen dann mit dem „Hundebegleiterschein ST2“.

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Sicher sind Sie auf der Suche nach Hilfe, weil Sie und Ihr Hund vor der ein oder anderen Herausforderung im Alltag stehen. So individuell wie dieser Alltag bei Ihnen und Ihrem Hund aussehen mag, möchte und werde ich diesen auch betrachten. Darum ist es mir wichtig Sie und Ihren Hund in Ihrem häuslichen Umfeld kennenzulernen. Nur so gelingt es mir gezielte Hilfe zu leisten.

Angst und Grauen stehen dieser Hündin aus schlechter Haltung ins Gesicht geschrieben

Angst und Grauen stehen dieser Hündin aus schlechter Haltung ins Gesicht geschrieben

Manches Hundeverhalten liegt in der Vorgeschichte des Hundes begründet. Vielleicht haben Sie Ihren Hund aus dem Tierheim oder er entstammt einer Massenproduktion und wurde Ihnen als liebevoll auf dem Bauernhof aufgezogen verkauft. Zuhause angekommen und herangewachsen, ist das Fellgesicht plötzlich immer häufiger angstverzerrt und das obwohl sie ihm immer nur streichelnd ein Haar gekrümmt haben. Häufig ist die Geschichte des Hundes nicht vollständig bekannt und hinter dem Verhalten des geliebten Sofawolfes lässt sich ein tiefsitzendes Trauma, verursacht durch Gewalt und Schrecken, vermuten. Auch falsche Ernährung, Behinderungen, Verletzungen oder Krankheiten nehmen großen Einfluß auf das Hundeverhalten. Umso wichtiger ist darum auch meine Zusammenarbeit mit Ihrem Tierarzt.

Harmonie zwischen Mensch und Hund

Harmonie zwischen Mensch und Hund

Doch nicht alles lässt sich auf oben angerissene Umstände berufen. Rassetypische Eigenschaften, mangelnde oder falsche Ausbildung – verursacht durch Unwissenheit oder den Besuch einer mit Gewalt arbeitenden Hundeschule – und manchmal auch schlichtweg Kommunikationsschwierigkeiten, zwischen Hund und Mensch (oder Hund und Hund), können das Glück trüben.

Vielleicht haben Sie aber auch noch gar keinen Hund und würden sich vor einer Anschaffung lieber genau informieren welcher Hund zu Ihnen und Ihrem Leben passt? Gemeinsam finden wir eine Lösung für jedes Problem – damit Sie und Ihr Hund ein starkes, tolles Team werden!
Glückliche Hunde und die dazugehörigen glücklichen Menschen sollten eine Selbstverständlichkeit sein. Finden Sie nicht auch?

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